
Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurden Frühförderkinder und Geschwister dann von Mitarbeiterinnen aus Frühförderung, Schule und Internat betreut, so dass sich die Eltern in Ruhe über die Möglichkeiten der Beschulung sehbehinderter oder blinder Kinder in Rheinland-Pfalz informieren konnten.
Anhand eines Vortrages informierten zunächst der Schulleiter und die Internatsleiterin über die vielfältigen Angebote der gesamten Einrichtung.
In zwei getrennten Gruppen nahmen die Eltern dann in den Klassenräumen vertiefend Einblick in die Unterrichtsarbeit und die Fördermöglichkeiten im Bildungsgang Grundschule Förderschwerpunkt Lernen oder Ganzheitliche Entwicklung.
Eine Beratungslehrerin beschrieb mit Worten und Bildern die Möglichkeiten für sehgeschädigte Kinder eine wohnortnahe Schule zu besuchen. Anschließend nahm eine Kollegin die Eltern mit auf eine Film- und Fotoreise, die den Internatsalltag lebendig werden ließ. Auch wurden die vielfältigen Unterrichts- und Unterstützungsmaterialien vorgestellt und konnten ausprobiert werden.
Die Kinder nutzten während dieser Zeit die vielfältigen Freizeit-, Bewegungs- und Therapiemöglichkeiten der Einrichtung. Bei schönem Wetter fand das Spielen auf dem Außengelände großen Anklang.
Beim abendlichen gemeinsamen Grillen bestand die Möglichkeit, sich mit anderen Eltern zu unterhalten oder aber mit den anwesenden Mitarbeitern die vielfältigen Informationen zu vertiefen.
Nach der Übernachtung in den Räumen des Internats und dem Frühstück startete der Samstag mit einem gemeinsamen Morgenkreis in der Gymnastikhalle. Der Tag wurde musikalisch begrüßt unter dem Motto: „Guten Morgen liebe Kinder – heute wollen wir rasseln, trommeln …“ Kinder und auch die Eltern machten begeistert mit.
Während anschließend die Kinder wieder betreut wurden, stand für die Eltern ein Gesprächskreis mit Eltern, deren Kinder bereits in unserer Einrichtung oder einer wohnortnahen Schule eingeschult sind, auf dem Programm. Mütter und Väter stellten ihren individuellen Entscheidungsweg für ihr Kind dar und berichteten von ihren Erfahrungen. Auch eine blinde Schülerin berichtete über ihren schulischen Weg und ihr Leben im Internat.
In dieser Gesprächsrunde zeigten sich sehr deutlich die vielfältigen Möglichkeiten der Beschulung und Unterstützung der Landesschule: Manche Kinder besuchen von Anfang an Schule und Internat, andere wiederum fahren als externe Schüler/innen täglich zwischen Schule und Wohnort hin und her. Andere besuchen die Schule vor Ort und erhalten eine entsprechende Unterstützung durch die Abteilung „Beratung und Unterstützung“.
In der anschließenden Pause bestand die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen. Dieser Austausch mit anderen betroffenen Eltern, die schon Schulkinder haben, bot noch einmal interessante und vielschichtige Informationen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen erfolgte die Abreise, mit vielen Eindrücken, Erfahrungen und schönen Erinnerungen im Gepäck.


