
Neben aktuellen Informationen aus dem Landesjugendamt und dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, wie z.B. zu den Zielen der neuen Landesregierung, gab es auch Zeit für den Austausch zwischen Fachberaterinnen und Fachberatern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kindertagesstätten-Referats.
Zum ersten Mal war eine Ministerin bei der Fachberatertagung zu Gast. Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, dankte den Teilnehmenden für die Arbeit, die sie leisten, und sagte ihre Unterstützung in allen Belangen zu. In einer kleinen Ansprache nahm sie Bezug auf aktuelle Themen aus der Kita-Landschaft, die auch das Ministerium zurzeit beschäftigen, wie Inklusion, Fachkräftemangel und Qualitätsentwicklung. Der Bundesvergleich zeige, dass Rheinland-Pfalz mit seinen Kindertagesstätten, insbesondere im U3-Bereich, sehr gut aufgestellt ist. Die anschließende Fragerunde mit der Ministerin wurde von den Teilnehmenden rege genutzt.
Erstmals konnten bei der Tagung alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Der Erfahrungsaustausch untereinander kam trotz der großen Gruppe nicht zu kurz. Durch die Methode Open Space, in die Susanne Kros vom Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum (SPFZ) einführte, konnten Fragestellungen der Teilnehmenden in speziellen Kleingruppen erörtert werden. Anfang und Ende dieser Gruppen sind weitgehend offen. Ein Gruppenwechsel ist jederzeit möglich. (Nähere Infos zur Methode unter www.michaelmpannwitz.de). Diese Neuerung kam insgesamt gut an.
Birgit Zeller, Leiterin der Abteilung Landesjugendamt, und Doris Michell, Leitung des Kindertagesstätten-Referats, informierten über Neuigkeiten aus ihren Arbeitsbereichen, u.a. zum Bundeskinderschutzgesetz und zur Aufgabenübertragung des Bereiches Bau und Ausstattung an die Kommunen im Rahmen der Kommunal- und Verwaltungsreform. Xenia Roth, Referentin im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen (MIFKJF) gab einen Ausblick auf den Kita-Tag der Spitzen am 14. Dezember 2011, bei dem u.a. auch der Fachkräftemangel und der U3-Ausbau auf der Agenda standen.
Karen Schönenberg (MIFKJF) berichtete von der Umsetzung der Sprachförderung in Rheinland-Pfalz und über die Verhandlungen der Länder mit der GEMA. Dr. Giovanni Cicero Catanese von der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe präsentierte das Europäische Sprachenportfolio, das seit 2007 in mittlerweile 3 Mainzer Kindertagesstätten erfolgreich entwickelt und umgesetzt wird. Seit kurzem ist das Material in Form eines Handbuchs und eines Arbeitsordners in vier Sprachen erhältlich. Zwei Referentinnen der Unfallkasse Rheinland-Pfalz informierten über Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten und über Zuständigkeit und Leistungen der Unfallkasse im Allgemeinen.
Susanne Kros und Karin Klein-Dessoy vom Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum stellten die Schwerpunkte des Fortbildungsprogramms 2012 vor und gaben einen Rückblick über das Jahr 2011. Michael Bierwag (Kindertagesstätten-Referat) sprach über die Entwicklung der Platzzahlen im teilstationären Bereich und in Einzelintegration.
Auch in Zukunft soll allen Interessenten aus dem Fachberaterkreis die Möglichkeit gegeben werden an der Arbeitstagung teilzunehmen. Der Mix aus Frontal-Rede und dem Austausch in Kleingruppen, z.B. mit der Methode Open Space, ist eine gute Möglichkeit, den unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen der Teilnehmenden gerecht zu werden.

