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Dienstgebäude des Landesamtes Mainz
Startseite > Räume in Kindertagesstätten
08.02.2010 | Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum

Räume in Kindertagesstätten

„Räume in Kindertagesstätten - Innen- und Außenperspektiven“ war der Titel einer Tagung, die am 1. und 2. Februar 2010 im Erbacher Hof in Mainz stattfand. Eingeladen und gekommen waren Trägervertreter, Pädagog/innen, Architekt/innen und weitere Bau- und Planungsverantwortliche. Die Tagung hatte eine außergewöhnliche Teilnehmerzusammensetzung und das aus gutem Grund: die Baumaßnahmen in Kitas boomen. Der Ausbau von Plätzen für unter Dreijährige ist es vor allem, der einen Austausch über Bau- und Raumkonzepte notwendig macht.
Katharina Wallenborn und Ottmar Miles-Paul im Gespräch

Katharina Wallenborn (Architektin) und Ottmar Miles-Paul im Gespräch

Tagungsgäste

Tagungsgäste

Insgesamt diskutierten knapp 150 Fachleute aus ihrer jeweiligen professionellen Sicht, wie Räume für Kinder geplant und gestaltet werden sollten. Die Grußworte von Ottmar Miles-Paul, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, und Dr. Richard Hartmann, Abteilungsleiter im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur unter anderem für Kindertagesstätten, verdeutlichten die enormen Anstrengungen, die Rheinland-Pfalz in beiden Bereichen unternimmt.

Vier Vorträge von Pädagog/innen und Architekt/innen machten dem interessierten Publikum die Breite des Feldes deutlich. Allein die Bauvorgaben für Fenster können vier DIN A 4-Seiten umfassen, das lernten die Pädagog/innen über das Feld der Ingenieure. Wie viel schon kleine Kinder an Erkundungs- und Bewegungsdrang haben, das lernten die Ingenieure über die Frühpädagogik. Immer wieder, vor allem in den zahlreichen Arbeitsgruppen wurden die unterschiedlichen Prämissen diskutiert und gemeinsame Ziele identifiziert.

Gemeinsame Planungsrunden von Anfang an unter Berücksichtigung des Nötigen und Möglichen vermeiden nicht nur Ärger und Frustrationen sondern auch hohe Folgekosten. Nachträgliche Änderungen an Bauten sind weitaus kostspieliger als fundierte gemeinsame  Planungen - so ein Fazit der zwei Tage.                                                                                                

Werner Keggenhoff, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, resümierte, dass es an der Zeit ist für gemeinsame Veranstaltungen wie diese. Vielleicht kann nun an der einen oder anderen Stelle im Land eine regionale Veranstaltung für Technik und Pädagogik entstehen. Mit dem Bau-Boom in den Kitas ist es auf längere Sicht noch nicht vorbei.

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