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Startseite > Aktuelles > Erfolgreiche Herbergssuche in der Landesblindenschule in Feldkirchen
02.01.2012 | Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Neuwied

Erfolgreiche Herbergssuche in der Landesblindenschule in Feldkirchen

Ein Insektenhotel konnte Karl-Ludwig Küster, der Rektor der Landesblindenschule in Feldkirchen kürzlich für seine Einrichtung in Empfang nehmen. Gefertigt wurde das formschöne Refugium für Insekten von Beschäftigen der Werkstatt für behinderte Menschen in Kettig. Es wurde als Dank der Kettiger Facheinrichtung an die Landesblindenschule übergeben, weil das Internat der Landesblindenschule im Sommer für drei Monate zur Herberge für 15 schwerstmehrfachbehinderte Menschen wurde. Bei der Übergabe des Insektenhotels berichtete die Wohnbereichsleiterin Irmtrud Burkard über den Glücksfall, der sich in der Kooperation der beiden Einrichtungen herstellen ließ.
Mädchen

Auf dem Außengelände

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims „In der Gartenlay“ in Leutesdorf standen im Sommer dieses Jahres vor einem großen Problem. Das Haus, im Eigentum des HTZ Neuwied, sollte saniert werden und weil diese Maßnahme sehr umfänglich war, musste die Bewohnerschaft für 3 Monate ihr Domizil verlassen. Wohin aber in solch einem Fall? Im Wohnheim „In der Gartenlay“ leben 15 schwerstmehrfachbehinderte Menschen, für die es nicht so einfach ist, vorübergehend eine Ersatzwohnung zu finden. Die Räumlichkeiten müssen ausreichend groß, zudem barrierefrei sein und es ermöglichen, den üblichen Wohnstättenbetrieb ohne allzu große Einschnitte wie gewohnt weiter zu führen.
Die Einrichtung in Leutesdorf gehört zu den Angeboten der Förder- und Wohnstätten gGmbH in Kettig, die auch im Raum Neuwied Wohnheime und Dienstleistungen betreibt. Irmtrud Burkard und Christine Stankus, als Bereichsleiterin in Leutesdorf, machten sich auf die schwierige Suche nach einer geeigneten Immobilie, die ja nur für eine relativ kurze Zeit angemietet werden sollte. Das Unterfangen erschien anfangs schwierig, wenn nicht gar aussichtslos.

Doch die Suche der Verantwortlichen führte auch in die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte und dort zum gewünschten Erfolg. Karl-Ludwig Küster und Petra Heinz, die Leiterin des Internats, waren sich schnell darin einig, dass man in diesem schwierigen Fall unkompliziert und unbürokratisch versuchen möchte zu helfen. Im Internat der Landesschule ergab sich durch Umstrukturierungen zufällig eine Lücke, die genau passte. Es konnte kurzfristig eine komplette Etage zur Verfügung gestellt werden. Nachdem die Beratungs- und Prüfbehörde einbezogen war, gab es alsbald „Grünes Licht“ für den Umzug.

Für die Monate Mai, Juni und Juli waren die Bewohner aus Leutesdorf dann in der Landesblindenschule zu Gast, wurden dort von ihrem üblichen Personal betreut. Die Zeit am fremden Ort konnte als eine Art Urlaubszeit erlebt werden, denn alle Ausstattungen der Landeseinrichtung sowie das großzügige Außengelände standen für die Gäste zur Nutzung zur Verfügung.

Was besonders positiv erlebt wurde, waren die gegebenen Strukturen, denn in der Landesblindenschule ist man auch auf die besonderen Bedürfnisse von schwerstmehrfachbehinderten Menschen eingestellt. Sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch deren Mitarbeiterschaft fühlten sich alsbald wie zu Hause, zumal einige der Gäste als Blinde oder Sehbehinderte an ihre Schul- oder Internatszeit anknüpfen konnten, die sie in Feldkirchen verbracht hatten.

Kürzlich bedankten sich der Geschäftsführer der Kettiger Facheinrichtung Dr. Alfred Marmann und die Bewohner des Hauses „In der Gartenlay“ in der Landesblindenschule für die erwiesene Gastfreundschaft. Er erwähnte, dass die Herbergssuche vor etwa einem Jahr just in der Weihnachtszeit stattfand und Dank der Bereitschaft der Landesblindenschule erfolgreich war. Nun komme man ein Jahr später nach Feldkirchen pünktlich zur Weihnachtszeit zurück, um sich für die Herberge zu bedanken.

Das Dankeschön wurde von Küster und Heinz gerne angenommen, da das Insektenhotel nun das Gelände in Feldkirchen ziert, eine kleine aber sehr sinnvolle ökologische Aufgabe erfüllt und zudem als Demonstrationsobjekt für die Schüler der Landesblindenschule zur Verfügung steht.

 

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